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Inselwandern
Pico de Teide, 3718 m
Aufstieg
auf den höchsten Berg Spaniens
Cañadas-Straße, km 40 – Huevos del Teide – Montaña
Blanca – Refugio de Altavista – Cueva del Hielo – Pico
de Teide und zurück
Ausgangspunkt:
Cañadas-Straße bei km 40, 2350 m (zwischen El Portillo, 8
km, und Teleférico, 2,5 km), am Abzweig des Fahrweges Richtung
Teide (Tafel).
Gehzeiten: Cañadas-Straße – Pfadabzweig
an der Montaña Blanca 1¼ Std., Aufstieg zum Refugio de Altavista
1¼ Std., Refugio de Altavista – Cueva del Hielo 20 Min.,
Cueva del Hielo – Bergstation der Teide-Seilbahn ½ Std.,
Bergstation – Teide-Gipfel 20 Min., Abstieg 2½ Std.; Gesamtzeit
6¼ Std.
Höhenunterschied: Bis zum Refugio de Altavista
gut 900 m, weiter zum Teide-Gipfel knapp 500 m (insgesamt etwa 1400 m).
Anforderungen: Bis zur Montaña Blanca gemütlicher
Anstieg auf Fahrweg, dann überwiegend steiler Geröllanstieg,
der letzte Gipfelanstieg sollte bei Sturm unbedingt gemieden werden (teils
sehr abschüssig). In den Wintermonaten muß man mit Schnee,
hin und wieder auch mit pickelhart gefrorenen
Eisplatten rechnen, die den Aufstieg wesentlich erschweren. Bei ungünstigen
Wetterverhältnissen (Nebel, Schnee, Sturm) ist unbedingt von einer
Besteigung des Teide abzuraten. Nicht zu spaßen ist mit der Höhenkrankheit:
Wenn während des Anstieges Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel
auftreten, sollte man eine Pause einlegen – wenn keine Besserung
eintritt, kehrt man besser um.
Einkehr und Unterkunft: Refugio de Altavista, 3260
m. Die Schutzhütte (Eigentümer: Cabildo de Tenerife) wurde 1893
gegründet und verfügt über 68 Betten. Sie ist in der Regel
von Ende März bis Oktober bewartet (Auskunft unter Tel. 335048, heiße
Getränke und ein warmes Abendessen häufig möglich), in
den Wintermonaten steht im Nebengebäude ein Notlager zur Verfügung
(2 Räume, immer offen). Die Übernachtung ist sehr günstig
(100 Ptas., Wolldecken), eine Reservierung nicht nötig: Jeder Ankömmling
kann bleiben; wenn die Betten belegt sind, muß man eben am Boden
oder im Freien schlafen (nur von Juli–Sept. herrscht großer
Andrang).
Varianten: Von der Bergstation kann man auch auf
dem steilen, gerölligen Instandhaltungsweg entlang der Seilbahnstützen
zur Talstation absteigen – der Steig beginnt rechts der obersten
Seilbahnstütze, ein rasantes Vergnügen für Könner
(Geröllwedeln!) (1½ Std. von der Berg- zur Talstation, Haltestelle
der Buslinien 342/348).Wichtige Hinweise: Die Teide-Seilbahn fährt
nur sehr unregelmäßig, bei Sturm wird der Betrieb ganz eingestellt
– man sollte sich also unbedingt vorher erkundigen, ob die Seilbahn
in Betrieb ist, falls man beabsichtigt, mit dieser zur Cañadas-Straße
zurückzukehren (erste Bergfahrt: 9 Uhr, letzte Talfahrt: 17 Uhr).
Warme Kleidung, Wind- und Regenschutz, Handschuhe und Mütze (auch
im Sommer) und ein guter Sonnenschutz werden empfohlen. Ausreichend Verpflegung
und reichlich Getränke müssen mitgenommen werden, da das Refugio
de Altavista nicht bewirtschaftet ist. Für den frühmorgendlichen
Aufstieg von der Hütte zum Gipfel ist eine Taschen- oder Stirnlampe
erforderlich.
Literatur: Dieser Tourenvorschlag ist dem Rother Wanderführer Teneriffa
von Klaus und Annette Wolfsperger entnommen. www.rother.de
Der Pico de Teide, Spaniens höchster
Gipfel.
Der hell leuchtende, im Winter schneebedeckte Pan de Azúcar,
das Erlebnis eines noch nicht zur Ruhe gekommenen, von Schwefeldämpfen
umwallten Vulkans und nicht zuletzt die Tatsache, auf dem höchsten
Berg des Kanarischen Archipels, ja ganz Spaniens zu stehen, all das mag
die Faszination dieses grandiosen Gipfels ausmachen – vor allem
aber eines: der nahezu unbegrenzte Ausblick über Teneriffa, bei guter
Sicht sogar über den ganzen Kanarischen Archipel hinweg bis nach
Afrika.
So ist es kein Wunder, daß die Besteigung des Teide ein Wunschtraum
vieler Teneriffa-Urlauber ist. Allerdings ist der Weg von der Rambleta
zum Gipfel, bekannt unter dem Namen »Telesforo Bravo«, aus
Landschaftsschutzgründen gesperrt – wer also keineswegs auf
das Gipfelerlebnis verzichten und auch noch die letzten 160 Höhenmeter
von der Seilbahn-Bergstation zum Gipfel bewältigen will, der muß
zuvor persönlich eine Sondergenehmigung im Nationalpark-Büro,
Calle Emilio Calzadilla 5, 4. Stock, 38002 Santa Cruz beantragen (Paß
und Paß-Kopien von Begleitpersonen nicht vergessen!).
Wegen des nachhaltigeren Erlebnisses sei dem Gipfelaspiranten empfohlen,
die knapp vierstündige Teide-Besteigung auf zwei Tage zu verteilen:
Am ersten Tag (nachmittags) erfolgt der anstrengendste Teil der Wanderung,
der etwa 2½stündige Aufstieg zur Altavista-Hütte. Am
nächsten Tag stolpert man noch im Dunklen los, damit man rechtzeitig
zum Sonnenaufgang auf dem Gipfel ist. Wer einmal dieses phantastische
Licht erlebt hat, der wird dieses Naturschauspiel niemals vergessen: Binnen
weniger Minuten, nach und nach, taucht der glühende Ball die ganze
Insel in sein tiefrotes Licht; zuerst den Teide, später die Calderarand-Berge,
schließlich auch die Cañadas und das Anaga-Gebirge –
der Teide-Schatten reicht zu dieser Zeit bis zur etwa 50 km entfernten
Nachbarinsel La Gomera. Gigantisch!

An der Cañadas-Straße, bei km 40 (Parkmöglichkeiten,
keine Wertsachen im Wagen zurücklassen!), beginnt der deutlich ausgeschilderte
Fahrweg Richtung Teide, der meist gemütlich durch hellbeige Bimssandhänge
ansteigt. Nach 10Minuten zweigt rechts ein Fahrweg ab – hier geradeaus
weiter, an den Ostfuß des Teide heran. 25Minuten später mündet
von scharf rechts der Pfad von El Portillo ein (vgl. Tour 48). Der Fahrweg
zieht nun bald in weiten Schleifen über die hellen Bimshänge
der Montaña Blanca hinauf, schon nach wenigen Kehren kommen wir
an den Teide-Eiern vorbei. Nach insgesamt 1¼ Stunden zweigt dann
unweit vom Gipfel der Montaña Blanca rechts der ausgeschilderte
Pfad zum Refugio de Altavista ab.

Er steigt in steilen Serpentinen über einen ockerfarbenen Geröllhang
an, links davon zieht ein dunkles Lavafeld herab. Nach etwa einer halben
Stunde haben wir die steilste Hangpartie hinter uns und gelangen auf eine
kleine Hangverflachung mit riesigen, runden Felsblöcken, die Estancia
de los Ingleses (»Aufenthalt der Engländer«) –
hier sollte man eine kleine Verschnaufpause einlegen. Der Weiterweg führt
durch ein langgestrecktes Ginsterfeld, das wir nach einer Viertelstunde
nach links verlassen. Nun geht es in anfangs weiten Serpentinen, dann
wieder etwas steiler, über die Estancia de los Alemanes, hinauf zum
Refugio de Altavista, 3260 m, das erst zuletzt vor uns auftaucht. Die
meisten Wanderer starten jetzt erst richtig durch und hasten weiter zum
Teide hinauf – wir aber geben einer Nacht auf der urigen Hütte
den Vorzug. Die Hüttenwirte leben hier oben unter äußerst
einfachen Verhältnissen. Entsprechend sieht es auch in dem etwas
angestaubten, ehemals zweifellos feudalen Aufenthaltsraum aus, obwohl
bei der schummrigen Beleuchtung nicht viel zu erkennen ist. Glücklicherweise
bekommen wir eine heiße Suppe, einen Eintopf, einen Kanten Brot,
ein Glas Wein. Dann eine unruhige Nacht, eine klappernde Tür...
Am frühen Morgen, etwa 1½ Stunden vor Sonnenaufgang, brechen
wir wieder auf. Links der Hütte setzt sich der breite, teils gepflasterte
Weg zum Gipfel fort. Er steigt gelegentlich steil an und führt durch
einen Lavafluß. Nach etwa 20 Minuten zweigt rechts ein Pfad durch
Lavabrocken zur nahen Cueva del Hielo ab (Tafel, 1 Min.) – auf einer
Eisenleiter kann man in die »Eishöhle« hinabsteigen,
in der Eiszapfen von den Wänden herabhängen und nahezu ganzjährig
Schnee liegt. Die Gänge der ausgedehnten Lavastromhöhle sind
wenigstens 50 m lang.

Wieder zurück von der Cueva del Hielo, steigen wir weiter auf dem
Hauptweg an. Der Pan de Azúcar (»Zuckerhut«), die hell
leuchtende Gipfelhaube des Teide, kommt nun in Sicht. Nach einer guten
Viertelstunde erreichen wir eine Hangverflachung, die Rambleta, und treffen
dort auf den querführenden Panoramaweg. Nach rechts gelangt man zum
Mirador de la Fortaleza, der einen wunderschönen Blick auf den Osten
der Insel, insbesondere auf das Orotava-Tal offeriert. In der Gegenrichtung
gelangt man nach einer knappen Viertelstunde zur Bergstation der Teide-Seilbahn,
3555 m.
50 m vor der Bergstation zweigt rechts der steile Weg zum Gipfel ab. Er
ist ebenfalls teils gepflastert, im obersten Abschnitt ist er kurz etwas
luftig. Am Rand des hellen, von Schwefeldämpfen erfüllten Kraters
rechtshaltend, gelangen wir zum Gipfelkreuz des Pico de Teide und genießen
von dort den beinahe unendlichen Ausblick auf Teneriffa und die Inselwelt
der Kanaren.
Diesen Wanderführer
können wir empfehlen


Literaturhinweis: Dieser Tourenvorschlag + Bilder ist dem Rother Wanderführer
Teneriffa von Klaus und Annette Wolfsperger entnommen. Weitere Informationen
erhalten Sie direkt beim Rother-Verlag unter www.rother.de.
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Allgemeine
Informationen zur kanarischen Insel "Teneriffa"
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Die
Trauminsel Teneriffa im Atlantik wird von denen, die sie
kenne, zu Recht als Mini-Kontinent bezeichnet. Von Ost
nach West, von Nord nach Süd finden sich hier unterschiedlichste
Klima- und Landschaftszonen, die immer wieder durch ihre
Kontraste verblüffen.
Wo kann man schon auf der Welt morgens einen Ausflug in
verschneite Berge unternehmen und sich nachmittags am
Strand in der Sonne aalen? Teneriffa macht´s möglich,
zumindest im Winter. Im Sommer kann man auch in den Bergen
warme Temperaturen genießen.
"Schuld" ist der Pico del teide, mit 3.714 Metern
der höchste Berg Spanien, der im Winter strahlend
weiß verschneit gegen den prächtig blauen Himmel
kontrastiert. Wer sich zu diesem Bild noch üppige,
ganzjährig blumenreiche Vegetationen der nördlichen
Küste vorstellt, wird zweifellos verstehen, warum
Teneriffa auch "Paradiesinsel" genannt wird.
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Spanien
feiert Kolumbus
Bekanntermaßen – doch
immer wieder auch umstritten – war Cristobal Colón
kein Spanier, aber die Entdeckung der neuen Welt, die
ihn zu einer unsterblichen Figur der Geschichte machte,
gelang ihm im Auftrag und mit Unterstützung des spanischen
Königshauses. So ist Christoph Kolumbus eine wichtige
Figur der spanischen Geschichte. Man gedenkt seines Geburts-
oder Todestages, begeht den Tag seiner Ankunft in Amerika
– 12. Oktober – als Nationalfeiertag, hat
ihm Museen sowie diverse Denkmäler errichtet und
touristische Routen auf seinen Spuren erdacht.
2006 jährt sich der Todestag von Kolumbus zum 500.
Mal. Spanien begeht den Jahrestag mit zahlreichen Veranstaltungen
und mit dem Anliegen, die Bedeutung des Seefahrers und
Eroberers für die spanische und die universelle Geschichte
hervorzuheben. Zwei Autonomie-Gemeinschaften sind daran
besonders beteiligt: Castilla y León und Andalucía.
Kastilien- León und Kolumbus
Im Zentrum der Veranstaltungen zum Jahrestag steht die
kastilische Stadt Valladolid, in der er am 20. Mai 1506
gestorben ist. Aber die gesamte Autonomie Kastilien-León
nimmt das Datum zum Anlass für ein breites kulturelles
Programm, denn in dieser Region hatte Kolumbus zwischen
1486 und 1492 gelebt. Städte wie Burgos, Segovia,
Salamanca, Medina del Campo und eben Valladolid rühmen
sich heute, ihn einst beherbergt zu haben. Das Jubiläumsjahr
wird am 20. Mai mit einem Konzert u. a. mit dem Werk „Kolumbus,
der große Seefahrer“ des Kolumbianers Blas
Emilio Atehortua auf der Plaza Mayor in Valladolid eröffnet.
Geplante Aktivitäten:
„Los Silencios de Colón“: Skulpturenausstellung
Valladolid, Plaza de Colón.
10. Mai – 11. Juni 2006-02-15
„Cuatro viajes que cambiaron
el mundo” (Vier Reisen, die die Welt veränderten).
Ausstellung über die wissenschaftlichen Aspekte der
Schiffahrt, der Kartographie und der
Entdeckungen der damaligen Zeit.
Valladolid, Museo de la Ciencia.
Juli 2006
“La materia de los sueños” (Der Stoff
der Träume)
Künstlerische Arbeiten, die die Epoche der Entdeckungen
und die iberoamerikanische Gegenwart verbinden.
Valladolid, Museo Patio Herreriano de Arte Contemporáneo
Español
November 2006
Internationales Festival des Straßentheaters
Aufführungen über Leben und Bedeutung von Kolumbus
Valladolid. 24. – 28. Mai 2006
Licht- und Tonshow
Aufführung, an der Besucher sich beteiligen können.
Valladolid. Plaza Mayor
12. Oktober
Museo Casa de Colón (Kolumbushaus)
Das mit einer Investition von 2,7 Mill. € erweiterte
und modernisierte Museum wird am
20. Mai eröffnet.
Gastronomische Tage
Gerichte und traditionelle Rezepte aus der Zeit des Kolumbus
sollen Valladolid zwischen März und Oktober in ein
kulinarisches Zentrum verwandeln. Produkte, die im Gefolge
der Entdeckungen nach Europa kamen, stehen im Mittelpunkt:
Mais, Kartoffel, Tomate, Kakao, Pfefferstrauch, Papaya
und andere. Köche aus Mexiko, Puerto Rico, dernDominikanischen
Republik, Kuba und den USA werden in Valladolid kochen.
Und beim Nationalen „Pincho“-Wettbewerb im
Oktober ist Indien – das Ziel aller Reisen des Cristóbal
Colón – das Partnerland.
Quelle:
Tourspain / bearbeitet von pairola-media
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