Wer in den Süden fährt oder eines der dort gelegenen
Urlaubsgebiete bucht, findet eine völlig andere Landschaft
vor: Wüstenähnlich sieht der Süden aus - kaum zu
glauben, wenn man aus der üppigen Vegetation des Nordens
kommt. Hier steht der Urlaub unter einem einzigen Motto: Sonne,
Sonne und nochmals Sonne. Und deshalb sind an den südlichen
Stränden auch die Beach-Boys und -Girls voll in ihrem Element.
Den Anfang macht hier - von Santa Cruz aus gesehen - die (heute
nicht mehr ganz so stille) Costa del Silencio - und hier ist die
Ferienanlage Ten-Bel wohl derzeit das gefragteste Ziel. Die WWindsurfer
zieht es jedoch eher nach "nebenan", nach El Médano,
ein ehemaliger Fischerort, der wegen seines Traumstrandes und
der günstigen Windverhältnisse auch "Surf-City"
genannt wird. Windsurfer finden hier tagein, tagaus so tolle Bedingungen
für ihren Sport, dass in El Médano alljährlich
internationale Wettkämpfe ausgetragen werden.
Los Cristianos, gleichfalls ein früherer Fischerort, ist
inzwischen zu einem der beiden größten Urlaubszentren
des Südens geworden. Hier ist richtig was los, sowohl tagsüber
am Strand, als auch in der Nacht in den vielen Restaurants, Disco´s,
Pubs und Pinten. Gleich daneben Playa de las Américas,
ebenfalls einer der beliebtesten Urlaubsorte im Süden - ein
Ort, der übrigens (einschliesslich der Badestrände!)
künstlich geschaffen wurde. Beide Orte sind von Kopf bis
Fuß auf Urlauber eingestellt. Der Besucher wird kaum eine
Zerstreuungsmöglichkeit vermissen. Und da der Zustrom der
urlauber immer größer wird, sind Playa de las Américas
und Los Cristianos inzwischen praktisch zu einem Ort zusammengewachsen.
Traumhaft schön ist es auch in Los Gigantes, einem kleinen
Urlaubsort, der dirket bei den malerischen Steilfelsen Los Gigantes
gelegen ist und aus drei Gründen von sich reden macht: Einmal
ist der moderne Yachthafen für Freunde des Segelsports interessant,
außerdem ist Los Gigantes architektonisch doch recht geschickt
zugebaut worden, und - last but not least - gilt Los Gigantes
als sonnensicherste Ecke von Teneriffa. Zwischen Playa de las
Américas und Los Gigantes gibt es eine ganze Reihe Bademöglichkeiten.
Beispielsweise in Puerto Santiago. Ein Ort, der inzwischen auch
einen enormen Aufschwung erlebt, weil er einen so schönen
- schwarzen - Sandstrand hat, Playa de la Arena, der noch dazu
durch eine natürliche Bucht geschützt ist. Hier kann
man nach dem bad im Atlantik auch gemütlich in einer der
urigen Strandkneipen essen - fangfrischen Fisch und Meeresfrüchte
natürlich.
Apropos fangfrischer Fisch: Inzwischen längst kein Geheimtip
mehr für guten frischen Fisch ist der Ort Los Abrigos (bei
El Médano). Weniger bekannt, doch auch sehr gut: das kleine
Dörfchen Alcalá (zwischen Playa de las Américas
und Los Gigantes).
Strände im Norden Teneriffas
Vorweg sei gesagt: Wenn die Strände im Inselsüden
schon mit Vorsicht zu genießen sind (insbesondere in den
Wintermonaten, wo der Atlantik einen sehr wuchtigen, hohen Wellengang
und stärkere Strömungen als im Sommer hat), ist im
Winter das Baden an den Nordstränden praktisch unmöglich.
Selbst geübte Schwimmer sollten dann lieber in den Swimming-Pool
gehen - und wer unbedingt das "lebende Wasser", die
Wellen, heutnah erleben möchte, der sollte - wie gesagt,
im Winter - das Ganze in jedem Fall auf einen Strandspaziergang
beschränken und höchstens mal die Füße
nass machen - und dabei ja nicht das Meer ganz aus den Augen
verlieren, denn ganz plötzlich kommen immer wieder einmal
Riesenbrecher angerollt, die einen ganz schnell ins Meer ziehen
können. Dass dies keine Übertreibung ist, mag daraus
ersichtlich werden, dass immer wieder Menschen, die auf der
Mole von Puerto de la Cruz den Seegang betrachten, zumindest
klitschnass werden - und es kommt auch immer wieder vor, dass
sie von der Mole heruntergespült werden, was schon Todesopfer
gefordert hat.
Im Sommer jedoch bieten sich schöne bademöglichkeiten,
doch auch dann ist Vorsicht geboten. Achten Sie immer auf die
rote Fahne - und gehen Sie nie ins Wasser, wenn keine anderen
Schwimmer zu sehen sind. Der Strand El Socorro beispielsweise
trägt seinen Namen nicht umsonst ("Socorro" heißt
auf spanisch Hilfe). Es ist ein sehr schöner Strand, der
allerdings eine starke Strömung hat. Ungefährlich
ist hingegen der Strand von San Marcos (Icod), der durch eine
natürliche Bucht und eine Mole geschützt ist.
In Puerto de la Cruz bietet sich gleich neben der großen
Meeresschwimmbadanlage der schwarze Martiánez-Strand
fürs Bad an - auf der einen Seite offen für die guten
Schwimmer und Surfer - auf der anderen Seite für Leute,
die das Meer ganz geruhsam genießen wollen, durch eine
Mole geschlossen.
Im Ortsteil Punta Brava, direkt beim Loro Parque, ist in den
letzten Jahren ein fabelhafter schwarzer Strand entstanden,
der durch einen Wellenbrecher geschützt ist: Playa Jardin
(allerdings auch hier: Vorsicht, wenn die rote Fahne weht!).
Der Strand ist übrigens ein Werk des berüh,ten Künstlers
César Manrique, genau wie die Meeresschwimmbäder
mit dem künstlichen See.
Unterhalb von La Orotava liegen die Strände Santa Ana,
Bollullo und Los Patos. Santa Ana und Los Patos sind - inoffiziell
- Nacktbadestrände. Los Patos ist übrigens nur über
einen halsbrecherischen Weg zu erreichen. Bollullo ist eher
ein Familienstrand, und selbst topless sollte man hier lieber
nicht gehen - auch wenn´s andere Touristen tun.
Unterhalb von Tacoronte liegt El Prix, eine schöne Bademöglichkeit,
allerdings kein Strand, sondern Felsen. Gleich nebenan liegt
der Sandstrand von Mesa del Mar.
Und jetzt ein kleiner Sprung auf der Landkarte nach Bajamar
und Punta del Hidalgo, zwei kleine Urlaubsorte, in denen derjenige,
der etwas mehr Ruhe und Erholung sucht, voll auf seine Kosten
kommt. Hier locken unter anderem Wanderungen in die herrliche
Gebirgslandschaft von Anaga, das zusammen mit Teno, dem Nordwestzipfel
der Insel, der älteste Teil von Teneriffa ist. In beiden
orten gibt es Meeresschwimmbäder, denn hier am nördlichsten
Punkt der Insel ist das Bad im Meer nur an vereinzelten Tagen
im Jahr möglich.
Geruhsam in den kleinen Geschäften einkaufen, in einer
der kleinen Kneipen einkehren - all das sind hier am Nordostzipfel
der Insel ganz gemütliche Unternehmungen. Und wer Angst
vor Fremdsprachen hat: hier spricht wirklich jeder deutsch!
Und noch ein Sprung: bis zur Inselhauptstadt Santa Cruz und
zum nahegelegenen Fischerort San Andrés. Hier liegt der
Teresitas-Strand, der Trost für all diejenigen, die nicht
in die Heimat zurückfliegen möchten, ohne das Bad
im Atlantik erlebt zu haben. Der golgelbe, künstlich mit
Sand aus der damals noch spanischen Sahara aufgeschüttete
Teresitas-Strand ist so vollständig durch eine Mole geschützt,
das man hier das ganze jahr gefahrlos baden kann.
In Santa Cruz selbst lockt in der Nähe des Hafens die wunderbare
Meeresschwimmbadanlage Parque Marítimo, die im gleichen
Stil - wie die Lago Martiánez-Badeanlage in Puerto de
la Cruz erbaut wurde.
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