| Teneriffa
darf als das vielseitigste Wanderparadies der Kanaren bezeichnet
werden nicht nur wegen des Pico del Teide, dem mit 3.718 m höchsten
Gipfel des Kanarischen Archipels und ganz Spaniens, sondern auch
wegen der zahlreichen Landschaftsformen, die die Insel auf sich
vereint:
der äußerst karge, fast schon wüstenartige Süden
wird vorwiegend von Badeurlaubern besucht, besitzt aber im Gebiet
rund um Adeje, Arona und das Tal von San Lorenzo doch einige sehr
wunderschöne Wanderziele mitgewaltigen Barancos und grandiosen
Aussichtsgipfeln.
Im fruchtbaren Norden dominieren bäuerliche Kulturen das Landschaftsbild:
üppige Gärten, Bananenplantagen, großartige Steilküsten
sowie freundliche Dörfer und Städte prägen diese
Bilderbuchlandschaft, die der Insel auch den Beinamen ”Insel
des ewigen Frühlings“ eingebracht hat.
Auf der Nordseite des Anaga- und des Teno-Gebirges finden wir noch
zahlreiche Lorbeer- und Baumheidewälder, die Hänge an
der Cumbre Dorsal und rund um die Caldera sind von weiten Kiefernwäldern
überzogen. Landschaftlicher Höhepunkt aber ist zweifellos
die Mondlandschaft des Nationalparks ”Cañada del Teide”.
Wie
alle anderen Inseln des Kanarischen Archipels ist auch Teneriffa
vulkanischen Ursprungs. Sowohl von der Fläche (2.057 km²),
als auch von der Höhe (3.718 m), übertrifft Teneriffa
alle anderen Inseln bei weitem - entsprechend vielseitig präsentiert
sich auch hier das Landschaftsbild, dass vom wüstenhaft trockenen
Süden über den feuchten, in mittleren Höhenlagen
üppig bewaldeten Norden bis hin zur subalpinen Hochgebirgsregion
um den Pico del Teide reicht.
Herzstück der Insel ist der Pico del Teide mit seiner gewaltigen,
etwa 16 km durchmessenden Caldera. Sie stellt gleichermaßen
den jüngsten Teil der Insel dar, die vor Millionen von Jahren
zunächst aus zwei Inseln, dem Anaga- und dem Teno-Gebirge bestand,
die später durch die Aufwölbung der Cumbre Dorsal und
der Caldera zu einer Insel verbunden wurden.
Der Norden ist der Garten Teneriffas: Bananenplantagen an den Küsten
und hübsche Ortschaften prägen diese traditionell landwirtschaftlich
ausgerichtete Region beiderseits der Cumbre Dorsal und am Nordfuß
des Teide.
Wer
auf der Autobahn von La Laguna auf die Nordseite der Cumbre und
weiter in das fast 10 km breite Orotavatal hinabfährt, wird
sofort begeistert sein von der weiten, sanft zum Meer hin abfallenden
Landschaft, die vom majestätischen, im Winter manchmal schneebedeckten
Teide überragt wird.
Puerto de la Cruz ist das touristische Zentrum dieser Region. Der
mondäne, wohl schönstgelegene Badeort der Insel bietet
dem Urlauber alle Voraussetzungen für einen abwechslungsreichen
Aufenthalt: ein vielseitiges touristisches Angebot, herrliche Gärten,
grandiose Steilküsten mit malerischen Stränden und hervorragende
Verkehrsverbindungen. Wanderer schätzen Puerto vor allem wegen
seiner Nähe zu den Wäldern des oberen Orotavatales - wer
abwechslungsreichere Wanderwege bevorzugt, wird in die Höhenregionen
an der Cumbre Dorsal und am Fuß des Teide ausweichen, zu denen
schöne Wanderwege aus dem Orotavatal hinauf führen.
Auch die Südseite des Cumbre Dorsal, insbesondere das ebenfalls
von zwei mächtigen Steilwänden eingefaßte Güimar-Tal,
ist durch einige lohnende Wanderwege erschlossen. Westlich des Orotava-Tales
schließen sich in den Höhenlagen weite Kiefernforste
an, die am Fuße des Teide und des Pico Viejo fast übergangslos
von schwarzen Sand- und Lavalandschaften abgelöst werden ein
beinahe grenzenloses Tourenrevier!
Auch die Strände lassen keine Wünsche offen besonders
hervorzuheben sind der Camello-Strand bei Mesa del Mar, der Jardin-Strand
und die Bollullo-Bucht bei Puerto de la Cruz, der Socoro-Strand
bei der Rambla und der San Marcos-Strand bei Icod de los Vinos.
Allen Stränden ist gemeinsam, dass sie besonders im Winter
eine gefährliche Brandung aufweisen.
Folgende
Wanderwege sind im Norden empfehlenswert:
1. Vom
Puerto de la Cruz zum Café ”Vista paraiso”
2. Von Aguamansa über La Florida zum Café ”Humboldt-Blick
3. Von La Caldera über Pino alta zum Café ”Humboldt-Blick
”
4. Von La Caldera nach Aguamansa
5. Organos-Höhenweg
6. Choza Chimoce
7. Montaña del Limon
8. Candelaria-Weg, von Aguamansa zur Montaña De la cruzita
9. Candelaria-Weg von Arafo zur Montaña de la cruzita
10. Ladera de Güimar
11. VonAguamansa über Chanajiga zum Mirador la corona
12. Vom Miradorla corona nach El Portillo
13. Vom Miradorla corona nach Las Guancha
14. Vulkan Carachico
15. Montaña Reventada
Das
Teno-Gebirge und der Südwesten
Wilde Barancos und grandiose Steilküsten
Das
Teno-Gebirge im äußersten Nordwesten der Insel bietet
dem Wanderer ein wunderschönes, noch weitgehend ursprüngliches
Tourenrevier. Es gehört wie das Anaga-Gebirge zu den ältesten
Gebirgsformationen Teneriffas und weist insbesondere an der bis
zu 600 m fast senkrecht abfallenden Steilküste im Westen gewaltige
Schluchten auf. Die berühmteste ist der Baranco de Masca, eines
der Paradewanderziele der Insel.
Aber
auch im Norden senkt sich das Tenomassiv äußerst steil,
durchbrochen von tief eingeschnittenen Barancos, zur fruchtbaren,
von Bananenplantagen überzogenen Küstenebene bei Buena
Vista und Los Silos ab. Das Teno-Gebirge erreicht eine Höhe
von etwa 1.000 m und ist bis auf die Hänge auf der Nordseite,
an der sich noch dichte Nebelurwälder befinden, weitgehend
waldfrei eine archaische, häufig windgepeitschte und wolkenverhangene
Landschaft, die auf der kargen Teno-Hochfläche fast schon abweisend
wirkt. Das Palmar-Tal vor allem aber das Masca-Tal mit seinen malerischen
Palmenhainen, bilden hier eine Ausnahme.
Im Süden schließt sich die touristisch hervorragend erschlossene,
mancherorts allerdings bereits arg verbaute Südwestküste
an. Los Gigantes und Puerto de Santiago, die sonnensichersten Badeorte
der Insel besitzen in der Playa de la Arena nicht nur einen wunderschönen
Sandstrand, sie sind auch ideale Stützpunkte für Urlauber,
die ihre Wanderungen vorwiegend auf den Westteil der Insel beschränken
wollen.
Las Americas, Los Christianos und die weiteren Badeorte der Südküste
dagegen haben den Vorteil des Autobahnanschlusses nach Santa Cruz.
Die Caldera-Berge senken sich auf dieser Seite sanft zur Küste
hinab, zerfurcht von teils abgrundtiefen Barancos, wie dem Baranco
del infierno. In der Umgebung von Adeje, Arona und dem Valle de
San Lorenzo stehen zudem einige stattliche Felsenberge, die für
den Wanderer ein lohnendesTourenziel darstellen.
Hierbei wäre vielleicht zu erwähnen, dass dies ein Europawanderweg
ist, der sich durch ständig wechselnde Klimazonen und dem einhergehenden
Flora - und Faunawechsel hervorhebt.
Empfohlene
Wanderwege:
1. Von
Los Silos nach Eros
2. Gala-Runde
3. Von Buena Vista über El Palm Mar nach Masca
4. Von El Palm Mar nach Teno alto
5. Risco-Steig von Buenavista nach Teno alta
6. Von Teno alta zum Punta de Teno
7. Masca-Schlucht
8. Baranco del infierno
9. Von Arona über Ifonche nach Adeje
10. Conde
Das
Anaga-Gebirge
Schroffe
Berggestalten und ein immergrüner Nebelurwald.
Das stark zerklüftete Anaga-Massiv im Nordosten ist der geologisch
älteste Teil der Insel. Wildromantische Steilküsten, scharfe
Grate und tief eingeschnittene Schluchten prägen den Gebirgszug,
der am Hauptkamm eine Höhe von etwa 1.000 m erreicht. Während
die Südseite eher karg und abweisend ist, erstreckt sich auf
der Nordseite von den mittleren bis in die Kammlagen ein dichter
Nebelurwald. Regelmäßig stauen sich hier die vom Atlantikheranziehenden
Passatwolken, die sich erst jenseits des Kammes wieder auflösen.
Die Anaga-Höhenstrasse erschließt den Hauptkamm. Stichstrassen
führen hinab zu lieblichen Tälern und idyllischen Dörfern
ein Paradies für Wanderer und Naturfreunde, die im Mercedes-Wald
und in den Wäldern des Anaga-Gebirges eine selten gewordene
Flora mit bis zu mannshohen Farnen und zahllosen endemischen Pflanzen
vorfinden. Die meisten Dörfer und Weiler sind zu dem durch
alte, teilweise gepflasterte und mittlerweile bestens markierte
Caminos miteinander verbunden.
An den Küsten der Anaga-Halbinsel finden sich kaum touristische
Siedlungen. Alleine die Orte Bajamar und Punta del Hidalgo weisen
eine (eher bescheidene) touristische Infrastruktur auf - beide Orte
besitzen mehrere Schwimmbecken. Dafür wurde an der Südküste
bei San Andres eine der schönsten Strandzonen der Insel geschaffen,
die Playa de las Teresitas, der wohl meist frequentierte Strand
der Insel.
Empfohlene
Wanderwege:
1. Mesa de vargas
2. Vom Punta del Hidalgo nach Bastan de Abajo
3. Vom Punta del Hidalgo über Cinamada nach
Las Carboneras
4. Roque de Taborno
5. Von Taborno zur Playa de Tramadite
6. Vueltas de Taganana
7. Von El Bajadero nach Almasiga
8. Von Chamorga nach El Beijadero
9. kleine Faro-de-Anaga-Runde
10. Von Igeste nach Las Casias
11. Von Igeste zur Playa de Antequera
12. Vom Pico del Ingles nach Sta.Cruz
Die
Cañadas del Teide
Weite
Sandebenen, bizarre Felsen und ein weisser Zuckerhut.
Der Nationalpark „Parque Nacional de las Cañadas del
Teide“ ist die Hauptattraktion der Insel und lockt alljährlich
hunderttausende Besucher an: ein meist wolkenloser Himmel ein gewichtiges
Argument für Urlauber im Norden der Insel, die nur recht selten
von den Passatwolken verschont bleiben und die vegetationsarme,
von bizarren Felsgruppen und Vulkankegeln geprägte Sand- und
Lavalandschaft am Südfuß des Teide garantieren bleibende
Erlebnisse. Im Frühsommer ist die Vulkanlandschaft der Cañadas
von einem einzigartigen Blütenmeer überzogen. Die Caldera
entstand vor etwa 300.000Jahren durch den Einsturz eines mächtigen
Vulkankegels, aus dessen Grund sich bei späteren Erruptionen
der Pico del Teide, der Pico viejo und zahlreiche weitere Vulkanberge
erhoben haben.
EmpfohleneWanderwege:
1. Risco de la Fortaleza
2. Cañadas-Höhenweg von El Portillo zum Parador Nacional
3. Cañadas-Höhenweg vom Parador Nacional nach El Portillo
4. Roques de Garcia
5. Guajara
6. Sombrero de Chasna
7. Montaña del Seidro
8. Juegos del Teide und Montaña blanca
9. Pico del Teide
10. Pico viejo
In der
Bergwelt Aricos gibt es mannigfaltige Ausflugsziele, die erwandert
oder mit dem Geländewagen angesteuert werden können. Von
der bizarren ”Schlucht von El Rio” aus, über den
”Königlichen Hochstraßen” sind dem Wanderer
keine Grenzen gesetzt. Auch Mountainbiker und Alpinisten kommen
voll auf ihre Kosten. Alle anderen Attraktionen der schönen
Insel mit ihrem unvergleichlichen Klima sind nicht weit.
Ländlicher
Tourismus in Kombination mit einer eindrucksvollen Landschaft von
Bergen, Höhlen und ausgedehnten Wäldern bietet Ihnen abenteuerliche
Ausflüge zur Auswahl an. Zu Fuß, zu Pferd, mit dem Jeep,
mit dem Mountainbike oder sogar Paraglaiding, können Sie genießen
während Sie ein unberührtes Stückchen Natur entdecken
und meilenweit entfernt sind vom Massentourismus.
Wanderer
sollten im Anaga-Gebirge einige Grundregeln beachten.
Nehmen Sie immer genug Wasser und Essen als Proviant mit und verlassen
Sie sich nicht darauf, das es in den kleinen Dörfern geöffnete
Läden gibt.
Ausserdem sollten Sie gute Wanderstiefel haben, und auf jedes Wetter
vorbereitet sein. Auch wenn es morgens sonnig und warm ist, kann
es in den Bergen am Nachmittag plötzlich diesig, windig und
regnerisch werden.
Wer
in der ersten Dezemberwoche Masca besucht, sollte sich nach der
Fiesta de la Consolacion erkundigen.
Es ist ein religiöser Feiertag an dem sich die Dorfbewohner
in Ihre Tracht kleiden und die Musiker Ihre "timples"
das ist eine Art Ukulele anstimmen um die feierliche Prozession
zu untermalen.
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