Puerto
de la Cruz,
mit
30.613 Einwohnern (Stand 2005) die sechstgrößte Stadt
Teneriffas (Stand 2005), ist touristisches Zentrum der Inselnordküste.
Zusammen mit La Orotava, Los Realejos und anderen Orten bildet
Puerto de la Cruz einen Ballungsraum von ca. 140.000 Einwohnern.
Puerto de la Cruz ist mit Santa Cruz de Tenerife über die
Straße Buenavista del Norte - Icod de los Vinos und TF-2
verbunden. Puerto de la Cruz liegt west-südwestlich von
Santa Cruz de Tenerife und nordöstlich von Arona und Flughafen
Reina Sofia. Nachbargemeinden sind La Orotava im Osten und Süden
und Los Realejos im Westen.
Die
Gemeinde hat eine Ausdehnung von 8,84 km² auf einer durchschnittlichen
Höhe von 9 m über dem Meeresspiegel und ist im Valle
de la Orotava (Orotava-Tal) gelegen.
Santa
Cruz de Tenerife ist die Hauptstadt der größten der
zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln, Teneriffa.
Die
im Nordosten der Insel gelegene Stadt zählt 221.567 (Stand
2005) Einwohner, zusammen mit dem 7 km entfernten La Laguna
sogar rund 350.000. Das von Santa Cruz verwaltete Gebiet dehnt
sich bis ins dünn besiedelte Anagagebirge im Osten der
Insel aus.
Das
spätere Stadtgebiet von Santa Cruz de Tenerife gehörte
zur Zeit der Guanchen zum Königreich von Anaga. Teneriffa
lag aber so günstig auf dem Weg zwischen der alten und
neuen Welt, dass die Spanier sie den Ureinwohnern nicht länger
überlassen wollten. Nachdem die anderen kanarischen Inseln
bereits erobert waren, landete daher 1494 der Andalusier Alonso
Fernàndez de Lugo in der Bahìa de Ananza. Er ließ
dort das Fort Agaete bauen, um einen festen Stützpunkt
im Kampf gegen die Guanchen zu haben. Erst nach zwei Jahren
gelang es de Lugo, die Altkanarier zu unterwerfen. Zum Zeichen
des Sieges ließ er ein Holzkreuz errichten, nach dem die
nunmehr entwickelnde Siedlung den Namen Santa Cruz de Santiago
de Tenerife erhielt.
Im
16. Jahrhundert wurde der wirtschaftliche Aufschwung der wichtigen
Hafenstadt an der Amerika-Route durch den regen Handel mit England
noch verstärkt. Allerdings wollten die Engländer die
Insel selbst besitzen und unternahmen von 1657 bis 1799 vier
erfolglose Versuche, das blühende Santa Cruz de Tenerife
mit Militärgewalt einzunehmen.
In
der Zwischenzeit wurde Santa Cruz de Tenerife 1723 anstelle
des landeinwärts gelegenenen La Laguna zur Hauptstadt Teneriffas
ernannt. La Laguna blieb als Bischofssitz erhalten.
Santa
Cruz de Tenerife wurde 1812 zur Hauptstadt des ganzen Archipels
erhoben.
Seit
1982 ist Santa Cruz neben Las Palmas de Gran Canaria administratives
Zentrum der autonomen Region Kanarische Inseln. Beide Regierungssitze
wechseln sich alle vier Jahre ab.
Nachbargemeinden
sind El Rosario im Süden und Südwesten und San Cristóbal
de La Laguna im Westen und Nordwesten.
Die
Stadt ist Seehafen und mit nahegelegenem Strand Las Teresitas
(dank importiertem Sand aus der Sahara einer der wenigen weißen
Strände der Insel) ein Urlaubsparadies mit imposanten Aussichten
und mildem, subtropischem Klima. Weltbekannt ist der Karneval
von Santa Cruz, der zweitgrößte der Welt nach dem
in Rio de Janeiro.
Außerhalb
der Karnevalszeit bietet die Stadt mit unzähligen Kinos,
Messen und Galerien Abwechslung. Der Tourismus spielt im Vergleich
zum ebenfalls im Norden der Insel gelegenen Puerto de la Cruz
eine weitaus kleinere Rolle.
Der
Hafen exportiert Erzeugnisse der Inselgruppe wie zum Beispiel
Gemüse, Obst und Tabak. Im Raum Santa Cruz hat sich auch
eine vielfältige Industrie angesiedelt, darunter Textil-
und Fischindustrie sowie einige Raffinerien.
Sehenswürdigkeiten
In Ost-West Richtung verläuft die Rambla del General Franco
durch die Stadt. Mit ihren gewaltigen Bäumen, Sitzmöglichkeiten,
Cafés und Kiosken ist die Rambla (span. Allee) beliebte
Flaniermeile bei Einheimischen und Touristen.
Im Herzen der Stadt an der Rambla del General Franco befindet
sich die Stierkampfarena von Santa Cruz. Da das Parlament der
Kanarischen Inseln den Stierkampf jedoch bereits vor vielen
Jahren verbieten ließ, wird die Arena heute vor allem
für Konzerte und Aufführungen genutzt.
Die bestbesuchte Einkaufsmeile der Hauptstadt ist die Calle
Castillo. Sie führt von der Plaza Weyler bergab bis zur
am Hafen gelegenen Plaza de España und bietet mitsamt
ihren Nebenstraßen neben vielen international bekannten
Ladenketten auch einheimische Geschäfte und Cafés.
Der Turm der Kirche Iglesia de Nuestra Señora de la Concepción
ist so etwas wie das Wahrzeichen der Hauptstadt. Die 1653 auf
den Ruinen einer 1502 ausgebrannten Kapelle errichtete Kirche
war Beobachtungspunkt und warnte vor feindlichen Schiffen und
Piratenübergriffen.
Die ehemalige Tabakfabrik ist ein rötliches Gebäude
an der Kreuzung von Plaza del Principe und der Calle Adelantado.
Allerdings rollen dort nur noch wenige Menschen Puros (Zigarren).
Das 2003 eröffnete Auditorio de Tenerife. Eine vom Architekten
Santiago Calatrava entworfene Kongress- und Konzerthalle.
Rund 7 km von der Hauptstadt entfernt befindet sich das früher
nur über Bergpfade zu erreichende Fischerdorf San Andrés.
Die 3500 Einwohner leben heute hauptsächlich von den Strandbesuchern
des künstlich aufgeschütteten Strandes Las Teresitas.
Die
Stadt La Orotava,
im
Norden der Kanarischen Insel Teneriffa gelegen, ist ein wichtiges
kulturelles Zentrum der Insel.
Die
Gemeinde hat eine Ausdehnung von 206,78 km² auf einer durchschnittlichen
Höhe von 390 m über dem Meeresspiegel.
Sie
liegt west-südwestlich von Santa Cruz de Tenerife und nordöstlich
von Arona. Nachbargemeinden sind Icod de los Vinos, Puerto de
la Cruz und Los Realejos im Norden, Arafo und Santa Úrsula
im Nordosten, Fasnia und Güímar im Osten, Arico
im Südosten, Granadilla de Abona und Vilaflor im Süden,
Adeje im Südwesten, Guía de Isora und Santiago del
Teide im Westen und La Guancha und San Juan de la Rambla im
Nordwesten.
Die
reizvolle Lage im Orotavatal (Valle de Orotava) hat schon vor
200 Jahren Reisende angezogen, wie z.B. den Naturforscher Alexander
von Humboldt. Nach ihm ist der Mirador Humboldt (Humboldtblick)
benannt, ein vielbesuchter Ausblick über das Tal.
Das
feuchte Klima begünstigt hier eine abwechslungsreiche Vegetation.