14.
August 2006
Die Straßenbahn von Santa Cruz rückt immer näher
Santa Cruz – Der nächtliche Transport der Linie Nummer
18 hat in der Freitagnacht für Aufsehen gesorgt. Unter Polizeischutz
wurde der Zug, der in Barcelona hergestellt wurde, auf das Straßenbahngelände
gebracht. Damit sind 18 von 20 geplanten Bahnen bereits auf der
Insel.
Während die Bauarbeiten fieberhaft
vorangetrieben werden, werden nun auch im Hintergrund alle notwendigen
Aufgaben erledigt, damit der Schienenverkehr pünktlich zum
nächsten Jahresbeginn in Betrieb genommen werden kann. Unter
anderem werden ab September die Bewerbungsgespräche geführt
werden, die den zukünftigen Personalstamm sichern sollen.
Von den 142 zu vergebenden Arbeitsplätzen entfallen allein
60 auf die Zugführer. Daneben werden Techniker, Mechaniker,
Putzkolonne und andere Hilfskräfte benötigt. Die Flut
der Anwärter ist groß.
In Zukunft sollen während der Spitzenverkehrszeiten
17 Straßenbahnen ständig auf der Schiene sein. Mit
Hilfe des neuen Netzes wird Pünktlichkeit in Santa Cruz groß
geschrieben. Im Fünf-Minuten-Takt kann man ab 2007 eine Bahn
besteigen, um ungehindert durch lästige Staus, rechtzeitig
am Arbeitsplatz zu sein.
Auch für Urlauber, die keine Ortskenntnis
besitzen, können sich mit Hilfe der Straßenbahn leicht
in Santa Cruz orientieren und die Hauptstadt ohne Parkplatzstress
und verstopfte Strassen genießen. /sw
©2006 agencia 407
14.
August 2006
Kanarische Modeschöpferin verblüfft in London
La Laguna – Die kanarische Designerin Ana Juárez
aus La Laguna hat an der 20. internationalen Messe für weibliche
Mode und modische Accessoires in London teilgenommen. Sie präsentierte
unter anderem ihre Kreationen für die Frühlings-/Sommermode
2007.
Aufsehen
erregte sie, indem sie architektonische Bauwerke ihrer Heimatstadt,
wie zum Beispiel die traditionellen Straßenlaternen oder
den Turm der Kirche La Concepción, auf einen Teil ihrer
Schwarz/Weiß-Kollektion aufdrucken ließ. „Ich
bin stolz darauf aus einer Stadt zu kommen, die als Weltkulturerbe
gilt“, betont die Künstlerin.
Neben
den patriotischen Emblemen überzeugt die kanarische Modeschöpferin
durch leichte Stoffe, luftige Schnitte, neuartige Formen und eine
exzellente Farbkombination.
Die
internationale Modemesse gilt als eine der wichtigsten Plattformen
europäischer Modetrends. Alle europäischen Agenturen
und Einkäufer lassen sich hier von den kommenden Trends überzeugen.
Die Kanaren sind auch in dieser Branche auf dem Vormarsch. Einige
ansässige Modedesigner haben sich auf internationaler Ebene
einen guten Ruf erworben. /sw
©2006 agencia 407
11.
August 2006
Im Tenogebirge springen die Hirten über Stock und Stab
Buenavista del Norte – Das Wochenende im Tenogebirge, das
zum Gemeindegebiet von Buenavista del Norte gehört, steht
unter dem Zeichen der springenden Hirten. Dort findet von Samstag
bis Dienstag der nationale Wettbewerb im Hirtensprung statt. Diese
„Sportart“ hat einen ethnologischen Ursprung. Früher
benutzten die Hirten der Guanchen und deren Nachkommen einen langen
Stab, mit dessen Hilfe sie sich durch das unwegsame Gelände
bewegen konnten.
Die
Felsformationen der Kanaren sind oft sehr bizarr. Sie zwingen
die Hirten ungewöhnliche Wege zu finden, um ihren Herden
zu folgen. Mit Hilfe des „Palos del Pastor“ (einem
Hirtenstab) überwinden sie auch heute noch Hindernisse und
Schluchten. Wo die „geländegängige“ Ziege
„kraxelt“, springt der Hirte hinterher.
Der
Wettbewerb ist das 15. nationale Treffen dieser Art. Sowohl Hirten,
die sich heute noch auf diese Art fortbewegen, als auch Laien,
die den Sprung als sportliche Herausforderung schätzen, treffen
sich, um ihre Sprungkraft aneinander zu messen. Hinzu kommt die
Möglichkeit des Erfahrungsaustausches und Kennenlernens unter
den Teilnehmern. Besucher, die an dieser außergewöhnlichen
Tradition interessiert sind, sollten den Weg ins Tenogebirge nicht
scheuen.
Vom
Norden erreicht man es über Buenavista del Norte, danach
Richtung El Palmar und von dort rechts in die Berge fahren. Aus
dem Süden führt der kürzeste Weg über Masca
nach El Palmar und dann links in die Bergwelt abbiegen.
Am
Sonntag kann man den Ausflug außerdem mit einem Besuch des
Bauernmarktes (Mercadillo del agricultor) in El Palmar kombinieren.
Dort kann man nach Herzenslust kanarische Spezialitäten und
Kunsthandwerk einkaufen. /sw
©2006 agencia 407
10.
August 2006
Sprühendes Temperament in Farbe
Los Silos – Vom 11. bis 25. August findet im ehemaligen
Kloster in Los Silos, direkt gegenüber der Plaza im Ortskern,
eine Kunstausstellung der Künstlerin Magda Rivera statt.
Die auf der Insel bekannte Malerin präsentiert zahlreiche
farbenprächtige Kunstwerke sowie einige Skulpturen. Ebenso
wie ihre Persönlichkeit sprühen ihre Darstellungen vor
südamerikanischem Temperament.
Die
gebürtige Ecuadorianerin lebt und arbeitet seit 14 Jahren
auf Teneriffa. Sie liebt es mit weiblichen Motiven zu spielen.
Gesichter taucht sie in verschiedene Farbnuancen und demonstriert
wie unterschiedlich ein Motiv, allein durch die Farbwahl, wirken
kann. Jeder Betrachter kann sich so sein Lieblingsbild aussuchen.
Schattenhaft und verschwommen versteht sie es auch ihren Werken
einen zarten Hauch von Erotik zu verleihen.
Neben
ihren weiblichen Motiven stellt sie ein Serie abstrakter Kunst
aus. Magda versteht es Farben und Formen auf unglaubliche Art
zu einem Ganzen zusammenzufügen. Sie malt auf Stoff oder
Seide, in Wasser- oder Ölfarben. Ihrer Experimentierfreude
und Kreativität scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein. Viele
ihrer Kunstwerke geben den Wohnungen ihrer Besitzer einen besonderen
Flair. Ihre Bilder eignen sich aber ebenso für Kanzleien
oder Praxen.
Interessierte
können die Galerie von Montag bis Samstag von 17.00 bis 20.00
Uhr besuchen und sich von der faszinierenden Farbenfreude verzaubern
lassen. /sw
©2006 agencia 407
10.
August 2006
Wie aus einem Müllberg ein Paradies wird
Santa Cruz – Schon im nächsten Jahr soll Santa Cruz
mit dem „Palmetum“ eine neue „grüne Lunge“
erhalten. Der ehemalige Müllberg, der noch heute von der
Bevölkerung der Hauptstadt „montaña de la basura“
genannt wird, liegt seit mehr als sieben Jahren brach.
Bereits
in der Vergangenheit hatte man versucht, den Berg zu revitalisieren,
indem man Palmen anpflanzte. Mehr als 300 Palmen, darunter sowohl
endemische Arten wie auch solche aus aller Welt, erweckten das
Interesse vieler Wissenschaftler weltweit. Vor sieben Jahren wurde
das Projekt aus Geldmangel jedoch eingestellt.
In
der letzten Woche verkündete das Umweltamt die Wiederaufnahme
der Renaturalisierung des Geländes, das direkt an den Parque
Marítimo grenzt. Erstaunlicherweise haben die meisten Palmen
die jahrelange Vernachlässigung relativ unbeschadet überstanden.
In vier Schritten soll das Terrain in einen öffentlichen
botanischen Garten verwandelt werden. Zunächst wird man für
die Stabilität des Untergrundes, der sich durch die Kompostierung
immer wieder verändert sorgen. Danach soll der Boden entgast
werden, um übelriechende Gerüche zu vermeiden. Zuletzt
wird das Territorium weiter aufgeforstet und mit einer Bewässerungsanlage
versehen. Der zukünftige Park soll außerdem wissenschaftlichen
Zwecken dienen. Botaniker aus aller Welt sind eingeladen, die
angepflanzten Spezies zu erforschen.
Bei
einer termingerechten Durchführung der neu-aufgelebten Initiative
wird der Park bereits Ende Februar des kommenden Jahres der Öffentlichkeit
zur Verfügung stehen. Dann haben die Hauptstädter ein
weiteres Fleckchen Erde, an dem sie sich erholen und tief durchatmen
können. /sw
©2006 agencia 407
09.
August 2006
Beruehmte Wasserfeier auf Gran Canaria
Auch dieses Jahr findet die beruehmte Feier in Telde statt. Es
werden 18000 Menschen erwartet, die sich den ganzen Tag, von Morgens
bis Abends, mit Wasser vergnuegen. Man wird von den Balkons und
mit Wasserschlauchen nassgespritzt. Der Kauf von Wasserpistolen
steigt auch drastisch an, damit auch die „Kleineren“
Spass haben.
Ab
diesem Jahr wird es mehr Sicherheitskontrollen geben, um die Anzahl
der Unfaelle zu verringern und um Auseinandersetzungen zu vermeiden.
Der
Staat rechnet mit ca. 200 Polizisten und Sanitaeter, damit man
„La Traida del Agua“ weiterhin als ein schoenes Erlebnis
in Erinnerung behält.
©2006 A.Huber
09.
August 2006
Karneval in Santa Cruz de Tenerife
Der Karneval in Santa Cruz de Tenerife ist einer der beruehmtesten
und groessten Veranstaltungen Spaniens. Auf den Strassen sieht
man tausende von Menschen am feiern und vergnuegen.
Man
unterscheidet zwei Arten von Karneval, auf einer Seite gibt es
den Ofiziellen, der aus 100 verschiedenen Gruppen besteht, wie
die „Murgas“, „Comparsas“ und „Rondallas“
in Begleitung von Millionen von verschiedenen Kostuemen. Auf der
anderen Seite gibt es auch den Strassenkarneval. Die ganze Nacht
wird zu suedamerikanischen Rhytmen getanzt und es wird ueber eine
Woche gefeiert.
Am
ersten Mittwoch wird die Karnevalskoenigin bei einer Gala auserwaehlt,
welche auch im Fernsehen ausgestrahlt wird. Es stellen sich mehrere
Kandidatinnin zur Auswahl und die Show findet auf der Plaza España
on Santa Cruz statt. Die Kleider, die getragen werden wiegen ca.
150-200 kg und sind sehr teuer. Letztenendes duerfen wichtige
und bekannte Persoenlichkeiten die Entscheidung, wer Koenigin
wird, treffen.
Am
Freitag findet der Aufzug statt, wo einige Karnevalgruppen durch
die Strassen ziehen und den Karneval ankuendigen. Sie starten
im „Parque de la Granja“, kommen an der „Plaza
Weyler“ vorbei, laufen die „Avenida Anaga“ lang
und enden an der „Plaza España“. Die Koenigin
hat ihre eigene Karosse und ist in Begleitung von den beruehmten
Murgas und Rondallas. Diese Prozedur geht ca. 4 Stunden.
Am
Samstag wird zum groessten Teil nur getanzt. Es werden drei grosse
Buehnen aufgestellt, naemlich bei der „Plaza España“,
der „Plaza Principe“ und der „Plaza de Europa“.
Hier wird zu latinischer Musik getanzt. Ausserdem gibt es in den
anderen kleineren Strassen auch Karossen, wo Musik gespielt wird.
Eine der wichtigsten Strassen ist die „Bethencourt Alfonso“
oder „Calle San Jose“.
Am
Dienstag gibt es mehrere Verantsaltungen mit Buehenprasentationen.
Es werden Busse organisiert, die bis einen bis zum Ziel bringen.
Am
Mittwoch- „Miercoles de Ceniza“- wird das Begraebnis
der Sardine gefeiert. Alle ziehen Trauerkleidung an und begleiten
die grosse Sardine, die aus Pappe von den Haeftlingen aus dem
Gefaengnis „Tenerife II“ gemacht worden ist. Danach
wird sie verbrannt.
©2006 A.Huber
09.
August 2006
Easyjet nimmt sich diesen Winter vor 3 Mal am Tag von Madrid nach
Los Rodeos ( Teneriffa ) zu fliegen
Zwei Fluggesellschaften offenbaren den spanischen Flughaefen ihre
Absicht in den Wintermonaten von Madrid nach Tenerife Norte des
oefteren zu fliegen. Beide Fluggesellschaften haben die sogenannten
„Slots“ angefordert, was aber nicht bedeuten soll,
dass sie trotzdem die Flugbahnen benutzen werden. Dessenungeachtet,
ist vorrausgesehen, dass die Antraege bestaetigt werden.
Die
zweitgroesste Fluggesellschaft der Kompanie, Easyjet, ist bereit
von Montag bis Freitag dreimal am Tag Madrid und Teneriffa anzufliegen.
Insgesamt spricht man von 21 Fluegen woechentlich oder was auf
das gleiche rauskommt 6552 Fluege. Ausserdem ist Vueling Airlines
auch daran interessiert, auch wenn diese Gesellschaft nur viermal
die Woche fliegen wuerde, naemlich zweimal Samstags und zweimal
Sonntags.
Mit
jeweils beiden Optionen koennen sich die Passagiere sicher sein,
dass die Fluege guenstiger werden. Darueber hinaus, hat Easyjet
letztens einen Flug am 14 August von Madrid nach London ab 90,99
Euro angeboten. Ebenefalls kann man von der spanischen Hauptstadt
nach Paris fuer 99,99 Euro fliegen.
©2006 A.Huber
09.
August 2006
Rally auf Teneriffa
Opposition gegen die Durchfuehrung des Rallys auf Teneriffa wegen
Naturschutz.
Cepsa
und Toyota Canarias organisieren die XXXI Edition des Rallys auf
der Insel von Teneriffa, welches einige Naturschutzgebiete durchquert,
so wie „El Parque Rural de Anaga“. Somit wird die
Umwelt von Tag zu Tag mehr beschaedigt. Manche Rallys finden auch
Nachts statt, was dazu fuehrt, dass die Flora und Fauna doller
darunter leiden.
Gleichwohl
haben diese Veranstaltungen viele Probleme mit sich gebracht,
da viele Personen sich auf der Strasse versammeln, um die Autos
naeher zu betrachten. Die Unfallquote steigt von Jahr zu Jahr
und ausserdem beschweren sich immer mehr Nachbarn durch die Lautstaerke
des Rallys.
©2006 A.Huber
09.
August 2006
San Benito Abad
Diese traditionelle Feier wird am zweiten Sonntag im Juli gefeiert.
Die
prinzipale Veranstaltung ist die „Romeria de San Benito
Abad“, wo zahlreiche Wagen die Stassen von La laguna durchlaufen.
Die Besitzer von den Waegen verteilen gekochte Eier, Kotelettes,
Fruechte und eines der beruehmtesten canarischen Delikattessen,
naemlich „gofio“ und „papas arrugadas“.
Bei diesem Festzug tragen Menschen in allen Altersgruppen Blumen
zur Opfergabe des Heiligen. Ausserdem wird viel gesungen in Begleitung
von Instrumenten.
Einige
Tage vor der „Romeria“ gibt es mehrere Veranstaltungen
so wie das „Festival de Copla“ und „El Baile
de Magos“, die von den folklorischen Gruppen gestalten werden.
Alle Teilnehmer tragen die traditionelle Kleidung, welche auch
„Traje de Mago“ genannt wird. Der Hoehepunkt findet
am Sonntag mit der „Romeria“ statt.
Ebenfalls
werden noch viele andere „Romerias“ in anderen Bezirken
gefeiert, sowie in Las Mercedes, Guamasa, Valle la Guerra, El
Pico un dSan Matias.
©2006 A.Huber
08.
August 2006
Zwei mobile Entsalzungsanlagen sind in Betrieb
Güímar – In der vergangenen Woche hat der Inselpräsident;
Ricardo Melchior, gemeinsam mit seinem Agrarminister sowie den
Bürgermeistern von Güímar, Arico und Candelaria
zwei mobile Entsalzungsanlagen in Betrieb genommen.
Die
Geräte, die aus Italien importiert wurden, haben eine Kapazität
von rund 1 000 Kubikmetern Trinkwasser pro Tag. Das neuartige
System wurde von der Inselregierung in einem Eilverfahren angeschafft
und ohne staatliche Zuschüsse aus tinerfenischer Kasse finanziert.
Melchior
betonte die Dringlichkeit einer schnellen Entscheidung, da die
drei Südgemeinden aufgrund der extremen Temperaturen in großer
Bedrängnis waren. Das vom Atlantik gewonnene Wasser wird
in Tanks gespeichert und mittels eines Sandfilters und anderen
technischen Systemen aufbereitet werden. Unter Zusatz von Chlor
wird es konserviert.
Die
Qualität des Wassers soll sogar besser sein, als die herkömmlichen
Trinkwassers. Davon hat sich der Inselpräsident persönlich
bei einem Glas Wasser überzeugt. Um den steigenden Wasserbedarf
in Zukunft zu decken, soll im Industriegebiet von Güímar
und Granadilla eine Entsalzungsanlage entstehen, die zunächst
14.000, später sogar 21.000 Kubikmeter Trinkwasser am Tag
gewinnen kann. Dieses Projekt soll mit Hilfe von finanzieller
Unterstützung seitens der Zentralregierung realisiert werden.
Mit
der schnellen und unbürokratischen Anschaffung der mobilen
Anlagen wurde die akute Wasserknappheit im Inselsüden erfolgreich
überwunden. / sw
©2006 agencia 407
07.
August 2006
Der Ausbau des Inselrings soll bald beginnen
Santa Cruz – Noch vor Ende diesen Jahres soll mit dem Bau
des neuen Straßennetzes begonnen werden, das eine schnelle
Verbindung zwischen Nord und Süd garantieren soll. Die momentane
Planung sieht eine Erweiterung der TF 1 von Adeje bis nach Tejina
de Guía vor. Danach soll es dreispurig bis nach Santiago
del Teide weitergehen. Dabei ist die dritte Fahrbahn abwechselnd
als Überholspur vorgesehen.
Idealerweise
gibt es parallele Ideen, die die gesamte Strecke als zweispurige
Autobahn in beiden Richtungen vorsehen. Um dies durchzusetzen,
müssten allerdings einige Grundbesitzer enteignet werden.
Diese Option wird zum momentanen Zeitpunkt noch geprüft.
Der Baubeginn in diesem Jahr ist hingegen beschlossene Sache.
Mit
einem Investitionsvolumen von 215 Millionen Euro für die
27 Kilometer lange Strecke ist es eines der wichtigsten Projekte,
das die Inselregierung forciert. Entlang der neuen Verbindung
werden 18 Brücken entstehen, um die von der Landschaft vorgegebenen
Berge und Schluchten zu überwinden. Die zügige Nord-
/Südverbindung bietet vor allem der Bevölkerung im Inselnorden
eine wichtige Verbesserung ihrer Anfahrtswege zum Arbeitsplatz.
/ sw
©2006 agencia 407
02.
August 2006
Aloe Vera – das Wundermittel der Kanaren
Santa Cruz – Seit 30 Jahren wird die Aloe Vera Pflanze von
Wissenschaftlern auf Teneriffa erforscht. Seit alters her galt
sie als Wundheilmittel. Mittlerweile konnte man jedoch noch viel
mehr „Wunderwirkungen“ feststellen. Sie enthält
sieben von acht essentiellen Aminosäuren und verfügt
deshalb über eine hohe Konzentration von Antioxidanten. Der
grüne Saft stärkt die Leber, wirkt als Abführmittel
und mindert hohe Cholesterinwerte. Auch bei Diabetes wird sie
mittlerweile hilfreich eingesetzt.
Die
unscheinbare Pflanze mit den schönen Blüten, hält
viele Möglichkeiten der medizinischen Anwendung bereit. Man
sagt ihr sogar eine präventive Wirkung bei der Entstehung
von Krebs nach. Die Wissenschaftler Teneriffas sind sich einig,
dass sich die weitere Erforschung der Aloe Vera lohnt. Man rechnet
damit, noch weitere medizinische Einsatzgebiete zu entdecken.
Der
Anbau auf Teneriffa wird immer weiter forciert, denn dieser Agrarsektor
gilt als besonders zukunftsträchtig. Darüber hinaus
hat man festgestellt, dass die kanarische Pflanze, im internationalen
Vergleich, eine besonders hohe Konzentration an Wirkstoffen enthält.
Die Ursache dafür ist allerdings unbekannt. Möglicherweise
liegt sie in der besonderen Zusammensetzung des vulkanischen Bodens
begründet. /sw
©2006 agencia 407
02.
August 2006
Camper auf Teneriffa erwünscht
Arico – Pünktlich zur Feriensaison hat im Inselsüden
der zweite offizielle Campingplatz seine Toren geöffnet.
Er befindet sich an der Punta del Sordo, direkt am Meer und gehört
zum Gemeindegebiet Aricos.
Auf
einer Fläche von 200.000 Quadratmetern haben rund 120 Wohnmobile
und etwa 200 Zelte Platz. Endlich finden die Anhänger der
„Freiluft-Ferien“ legale Möglichkeiten, um ihrer
liebsten Urlaubsbeschäftigung nachzugehen. Sanitäre
Anlagen, eine Warmwasser- und Stromversorgung sichern den Campern
ein Ambiente, das dem europäischen Standard entspricht. Weiterhin
ist geplant, den Platz um ein Restaurant, Sportmöglichkeiten
und eventuell sogar durch einen kleinen Sporthafen zu bereichern.
Bei
einer positiven Akzeptanz des Platzes könnte das Territorium
sogar noch erweitert werden. Auch unter ökologischen Gesichtspunkten
stellt die Bereitstellung von Campingflächen eine Bereicherung
dar. Viele Einheimische lieben es dem Lärm und Trubel der
Städte, per Zelt oder mobilem Heim zu entfliehen. Endlich
müssen sie nicht mehr wild und illegal campen, ständig
mit der Angst im Nacken, von lokalen Ordnungshütern aufgespürt
und vertrieben zu werden.
Auch
touristische Camper finden jetzt die Möglichkeit, Teneriffa
besonders naturnah zu erleben. Mittelfristig ist die Erschließung
weiterer Plätze geplant. In den Bergen von Montaña
Roja steht ein Campingplatz kurz vor der Fertigstellung und in
Güímar, Granadilla, San Miguel, Arona, Adeje und Guía
de Isora sind ähnliche Projekte bereits in Planung. In Zukunft
kann es auch auf Teneriffa heißen: „Auf die Zelte
– fertig – los!“
Damit
schließt sich eine Marktlücke, die eine große
Nachfrage nach sich ziehen wird. Zudem rechnet man damit, dass
der Urlaub der Naturfreunde die Umsätze in benachbarten Supermärkten,
Bars und Restaurants ankurbeln wird und so auch kleinere mittelständische
Unternehmen von der neuen Ferienvariante profitieren werden. /sw
©2006 agencia 407
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